Smarter New Year: Gute Vorsätze für Führungskräfte

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Rückzugsmöglichkeiten können das Stresslevel senken und die Produktivität erhöhen. / Foto: StartupStockPhotos.com

Das neue Jahr ist da und damit auch die Zeit, den guten Vorsätzen Taten folgen zu lassen. Das gilt auch für Führungskräfte. Eine aktuelle Studie von Oxford Economics und Plantronics bietet Anregungen, mit denen Vorgesetzte ihren Mitarbeitern zu mehr Produktivität und Zufriedenheit verhelfen und erfolgreich ins neue Jahr starten können.

1. Besser zuhören

Leichter gesagt als getan: Laut der Untersuchung unterscheidet sich die Wahrnehmung des Arbeitsgeschehens von Chefs und Angestellten signifikant. Alltägliche Probleme wie störende Nebengeräusche oder technische Probleme, die zu Unterbrechungen führen können, werden von Führungskräften danach unterbewertet: Etwas mehr als die Hälfte der befragen Angestellten gibt an, dass sich Umgebungsgeräusche negativ auf ihre Arbeitsleistung und Zufriedenheit auswirken. Nur 35 Prozent der Vorgesetzten bestätigten dies. Chefs, die die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern wollen, sollten ein offenes Ohr für ihre Angestellten haben. Sie sind Experten in ihrem Arbeitsbereich und wissen wie kein anderer um tägliche Herausforderungen und auftretende Probleme.

2. Mitarbeiter in die Gestaltung des Arbeitsalltags einbeziehen

Der offene Austausch mit Mitarbeitern zu deren Einschätzung und möglichen Optimierungen der Arbeitssituation bietet zudem die Chance, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ob es dabei um die Gestaltung der Büroräume, die Möglichkeit von zu Hause und unterwegs zu arbeiten, den Einsatz von Technik oder Work-Life-Balance geht – Chefs sind gut damit beraten, ihre Mitarbeiter in diese Entscheidungen einzubeziehen. Nur so stellen sie sicher, dass geplante Optimierungen den Bedürfnissen ihrer Angestellten gerecht werden. Zudem fühlen sich Mitarbeiter ernst genommen, sind zufriedener und motivierter.

3. Angestellte richtig ausstatten

Produktivität ist nicht zuletzt eine Frage der richtigen Ausstattung. Weniger als die Hälfte der befragten Angestellten gab an, im Office über technische Tools zu verfügen, um Ablenkungen und Störungen zu reduzieren. Mit der Verbreitung flexibler Arbeitsmodelle ohne feste Präsenszeit gewinnt technische Ausstattung auch über die Bürowände hinaus an Bedeutung. Wie die Erhebung zeigt, gaben nur 40 Prozent der befragten Mitarbeiter an, dass sich die Geräte, die sie zuhause oder unterwegs verwenden, problemlos mit den Lösungen im Büro integrieren lassen. Diese „Lücken“ zu überbrücken, kostet in der Regel Zeit und Nerven und wirkt sich damit negativ auf Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit aus.

Natürlich ist eine gute technische Ausstattung auch eine Frage des Geldes und erfordert einige strategische Überlegungen im Vorfeld. Inspiration und wertvolle Tipps zur praktischen Umsetzung  findet ihr hier.

4. Mehr Raum für Rückzugsmöglichkeiten und Auszeiten schaffen

So individuell wie die Aufgaben sind auch die Ansprüche an die Arbeitsumgebung. Gerade in Großraumbüros steigt mit dem Geräuschpegel oft auch das Stressniveau, während die Arbeitseffizienz sinkt. Abhilfe schaffen Rückzugsmöglichkeiten für Mitarbeiter, um konzentriert und fokussiert zu arbeiten. Das können ungenutzte Räume oder kleine Oasen im Großraumbüro, etwas abseits vom Trubel, sein.

Daneben wirken sich auch regelmäßige Ruhe- und Auszeiten positiv auf die Produktivität aus. Mehr als die Hälfte der befragten Angestellten bestätigte, sich durch neue Technologien unter Druck gesetzt zu fühlen, ständig erreichbar und auf dem Laufenden zu sein. Vorgesetzte können intervenieren, indem sie ihr Team dazu ermutigen, sich nach der Arbeit auch technisch vom Arbeitsgeschehen zurückzuziehen und Handy, Computer und Co. einfach abzuschalten, um zu einer guten Work-Life-Balance zu finden.

Hintergrundinformationen zur Studie
„When the walls come down“ ist ein Projekt  des Forschungsinstituts Oxford Economics in Zusammenarbeit mit Plantronics, das sich mit den Auswirkungen moderner Arbeitsumgebungen auf Mitarbeiter auseinandersetzt. Befragt wurden weltweit über 1.200 Führungskräfte und Angestellte aus verschiedenen Industrie- und Funktionsbereichen. Die Teilnehmer kommen aus den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Indien, China, Australien, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen. Die Untersuchung umfasst zudem tiefergehende Interviews mit Führungskräften, die sich aktiv mit den Herausforderungen moderner Arbeitsumgebungen an die Zusammenarbeit und Produktivität, wie sie speziell in offenen Büroumgebungen auftreten, beschäftigen.

Die Executive Summary zur Studie findet ihr hier.

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