Auszeit ohne Hindernisse: So klappt es mit dem Sabbatical

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© cmfotoworks - Fotolia.com
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Eine Weltreise, mehr Zeit für Hobbys oder endlich einmal richtig Ausspannen: Viele Arbeitnehmer träumen davon, eine Auszeit vom Berufsalltag zu nehmen, um die Batterien aufzuladen und neue Erfahrungen zu sammeln. Denn trotz Erfolg im Job fehlt vielen der Raum für die persönliche Entwicklung. Eine Möglichkeit, diesen Wunsch wahr zu machen, ist das Sabbatical. Diese Lösung ist nicht nur für den Arbeitnehmer von Vorteil, auch der Arbeitgeber profitiert, weil der Mitarbeiter motiviert und voll neuer Energie in den Job zurückkehrt.

Kein Rechtsanspruch auf Auszeit

Prinzipiell ist es so, dass Arbeitnehmer in Deutschland keinen Rechtsanspruch auf eine Auszeit haben. Es liegt am guten Willen des Unternehmens, ob ein Sabbatical genehmigt wird. Man muss also unter Umständen viel Überzeugungskraft besitzen, um dem Chef die Vorteile schmackhaft zu machen. Schlagkräftige Argumente sollten gut vorbereitet und durchdacht vorgetragen werden. Hilfreich ist es zum Beispiel darauf hinzuweisen, welchen Benefit der Arbeitgeber nach dem Sabbatical hat. Dies könnte unter anderem die Verbesserung von Sprachfähigkeiten, der sozialen Kompetenz oder eine höhere Motivation nach dem Wiedereintritt sein. Ratsam ist es auch, die Bereitschaft zu zeigen, regelmäßig mit den Kollegen in Kontakt zu bleiben, um über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen Bescheid zu wissen.

Vorher klären, was nachher passiert

Ist die Überzeugungsarbeit geleistet und das Sabbatical genehmigt, sollte vertraglich festgelegt werden, wie es nach der Auszeit weitergeht: Bleibt es bei der alten Position? Hat man während der Nichtanwesenheit Kündigungsschutz? Dies sind Fragen, die es unbedingt vorab zu klären gilt. Des Weiteren muss geregelt werden, wie die „Leerlaufzeit“ verrechnet wird. Eine Möglichkeit besteht darin, Urlaub oder Überstunden auf einem Zeitkonto anzusparen und diese dann für das Sabbatical zu nutzen. Weiterhin stellt ein Lohnverzicht für einen bestimmten Zeitraum eine Lösung dar. So könnte man bei einem sechsmonatigen Sabbatical in den darauf folgenden sechs Monaten, die wieder im Unternehmen gearbeitet werden, auf die Hälfte seines Gehalts verzichten. Dies bringt natürlich eine starke finanzielle Einbuße mit sich, die vorab gut überlegt sein sollte. Auch über den Versicherungsschutz sollte man sich während der Auszeit Gedanken machen. Denn wer unbezahlten Urlaub nimmt, ist in dieser Zeit nicht mehr kranken- oder rentenversichert. Dies muss dann über eine private Versicherung geschehen.

So reizvoll ein Sabbatical auch ist, es gibt viele Punkte, die vorab bedacht werden müssen, damit der Traum von Entspannung und persönlichem Glück nach der Rückkehr nicht in Stress ausartet. Smartworkers hat im Folgenden einige Buchtipps zusammengestellt, die praktische Ratschläge rund um das Thema Sabbatical geben:

3 KOMMENTARE

  1. Und selbst wenn der Chef das Sabbatical nicht genehmigt, sollte man den Traum von einer Auszeit nicht aufgeben! Natürlich ist es nicht der einfachste Weg, den Job für eine Zeit ganz aufzugeben, da man heutzutage nicht mehr an jeder Ecke einen neuen Job findet. Dennoch macht sich auch eine Auszeit im Lebenslauf gut. Die Weltreise richtig verpackt, kann dem Lebenslauf wirklich gut tun!

  2. Hi
    Besonders wichtig sind auch Fragen der Sozialversicherung zu klären. Beispielsweise was ist mit der Krankenversicherung im In- und Ausland und viele andere Fragen?
    Dies hängt vom Vertrag ab, den man mit dem Arbeitgeber für das Sabbatical vereinbart hat…

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