Adaptive Workplace: 5 Gründe für den Tod des Büroarbeitsplatzes

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Eine Studie verrät fünf Gründe, weshalb der Büroarbeitsplatz, wie wir ihn kennen, bald Geschichte sein wird. © neirfy – Fotolia.com

Ein angestaubter Schreibtisch mit Aktenbergen, ein Desktop-PC und natürlich das gute alte Festnetz-Telefon: Der Arbeitsplatz, wie wir ihn kennen, stirbt aus. Das behauptet zumindest die Studie The Adaptive Workplace – Arbeiten im 21. Jahrhundert und liefert dazu fünf Argumente, die selbst konservativste Büroverfechter kaum leugnen können.

Auf Wiedersehen, Büroarbeitsplatz?

Vor allem eine Zahl der Citrix-Studie verleiht dem guten alten Büroarbeitsplatz ein leicht morbides Antlitz: Bereits 2015 gingen satte 40 Prozent der befragten Führungskräfte im deutschsprachigen Raum davon aus, dass starre Arbeitsplatzkonzepte schon bald der Vergangenheit angehören. Die Gründe, weshalb mobile Arbeitsplätze und neuartige Konzepte wie Coworking immer häufiger Anwendung finden, sind der Studie zufolge vielfältig.

Brücken zwischen Jung und Alt

Es ist eine Situation, die viele Unternehmen kennen: Erfahrene Führungskräfte, die sich ihre Stellung über Jahre erarbeitet und verdient haben, arbeiten mit jüngeren Kollegen der sogenannten „Generation Y“ zusammen. Beide trennen nicht nur ihre Erfahrung im Beruf, sondern auch die Art und Weise, wie selbstverständlich sie mit digitalen Technologien arbeiten.

Der Generationsunterschied wirkt sich nicht nur auf den Umgang mit mobilen Anwendungen aus, sondern auch auf den Arbeitsalltag ganz allgemein: Wieso noch acht Stunden lang im Büro hocken, wenn man seine Arbeit auch über den Tag verteilt erledigen und zwischendurch ins Fitnessstudio gehen oder Freunde treffen kann?

Family first!

Arbeitnehmer mit Kindern legen einen immer größeren Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Durch die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens ist es prinzipiell kein Problem, viele Aufgaben von zu Hause aus oder unterwegs beim Pendeln zu erledigen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gilt dies zukünftig verstärkt wohl auch für Arbeitnehmer, die zu Hause ältere Familienmitglieder pflegen – ein weiterer Grund, vor dessen Hintergrund der Büroarbeitsplatz, wie wir ihn kennen, ziemlich antiquiert wirkt.

Startups als Role Models

Insbesondere Startups machen immer wieder mit innovativen Arbeitsmodellen von sich reden. Vor dem Hintergrund des häufig beschworenen „war for talents“ setzt dies Unternehmen mit traditionellen Arbeitsweisen unter Druck, den Büroalltag ihrer Mitarbeiter zumindest ein Stück weit zu flexibilisieren, um fähige Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Das Social-Media-Startup Buffer etwa schaffte sein Büro gleich komplett ab.

Globales Arbeiten = Mobiles Arbeiten

Deutschland ist Exportweltmeister, etliche Unternehmen erwirtschaften große Teile ihres Umsatzes im Ausland. Um diesen Weg erfolgreich weiterzugehen, stehen laufend Meetings im Ausland an. Die Folge: Das Arbeiten unterwegs wird zur Selbstverständlichkeit und sollte durch intelligente IT-Lösungen reibungslos möglich sein. Der Weg zum mobilen Arbeitsplatz – auch von hier aus ist er nicht mehr weit.

Technology Push: Digitalisierung des Arbeitsalltags

Längst keine Neuigkeit mehr ist, dass die zunehmende Digitalisierung auch Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt. Es geht dabei um nicht weniger als die Beschleunigung und Vernetzung von Prozessen, wie sie teils essenziell für den Fortbestand des Unternehmens sind. Ganze Businessmodelle stehen inzwischen auf digitalen Füßen, was Betriebe nicht nur strategisch, sondern auch organisatorisch rapide verändert.

Kaum vorstellbar wäre die Digitalisierung ohne die Verbreitung mobiler Endgeräte vom Smartphone bis zur Smartwatch. Durch ihre intuitive Bedienbarkeit sind die kleinen Alleskönner selbst für wenig technik-affine Mitarbeiter zugänglich. Immer mehr Arbeit spielt sich außerdem in der Cloud ab – ein weiterer Faktor, weshalb unser Businessalltag nicht mehr zwingend an einen Schreibtisch im Büro gebunden ist. IT-Anbieter und -Abteilungen sind gefragt, das mobile Arbeiten in der Cloud weiter zu vereinfachen.

Die genannten Gründe sind laut Citrix-Studie ursächlich dafür, dass mobile, software-basierte Arbeitsplätze künftig Schritt für Schritt den festen Büroarbeitsplatz ablösen werden. Das Arbeitsumfeld passt sich demzufolge den veränderten technologischen Rahmenbedingungen sowie den neuen Ansprüchen der Mitarbeiter an. Für euch eine reale Vorstellung, oder weit entfernte Zukunftsmusik? Teilt es uns gerne in den Kommentaren mit!

3 KOMMENTARE

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