7 Fragen an… Dr. Stefan Rief

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Dr. Stefan Rief, Teamleiter Workspace Innovation am Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation IAOIn unserer Kurzinterview-Reihe „7 Fragen an…“ steht heute Dr. Stefan Rief, Teamleiter Workspace Innovation am Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Rede und Antwort. Am Competence Center Workspace Innovation erforscht er den Einfluss der organisatorischen, technologischen und räumlichen Arbeitsumgebung auf Leistung, Innovationsfähigkeit und Motivation von Wissensarbeitern. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entwickelt das Competence Center Workspace Innovation dann auch Infrastrukturen und Organisationsmodelle für Büros und Innovationslabore.

1. Was bedeutet für Sie Smarter Working?
In erster Linie bedeutet das für mich „clever“ zu arbeiten, also möglichst einfach viele Potenziale zu nutzen. Dabei helfen mit natürlich auch meine Werkzeuge für mobiles Arbeiten um mich für konzentrierte, kreative Phasen zurückziehen zu können, an Orten zu arbeiten, die für mich inspirierend sind, oder mich einfach mit Kollegen, Freelancern und Kunden vernetzen zu können – ob physisch real oder virtuell.

2. Ihr Tipp für produktives Arbeiten?
Lernen Sie sich kennen und beobachten Sie sich selbst. Wann und wo machen Sie was gut. Bewahren Sie sich Ihre Neugierde, überlegen Sie sich, wer Ihnen einen ersten Zugang zu neuen Themen verschaffen kann – im Sinne eines Lotsen. Und nehmen Sie sich Zeit zum Nachdenken.

3. In welcher Umgebung arbeiten Sie am besten?
Da gibt es eigentlich zwei – einmal tatsächlich in unserem Bürogebäude, das unterschiedliche Situation und eine Vielfalt an Rückzugs- und Vernetzungsmöglichkeiten bietet. Zum anderen arbeite ich tatsächlich auch gerne und gut an Orten, an denen mich niemand kennt, aber wo viele Menschen unterwegs sind. Das ist zumindest für mich auch inspirierend.

4. Welche Tools dürfen bei Ihrer Arbeit nicht fehlen?
Immer mal wieder ein sehr gutes Büro, Internet mit einer hohen Geschwindigkeit und immer mehr mein Tablett das mir handschriftliche Notizen, Skizzen und Überarbeitungen erlaubt.

5. Woraus ziehen Sie Ihre Motivation?
Aus einem hohen Grad an Autonomie, dem Interesse wie was auf Menschen wirkt, aus meinen Kollegen und neugierigen Kunden.

6. Work & Life: Gegensätze oder untrennbar miteinander verbunden?
Für mich im Moment ziemlich eng miteinander verknüpft – das muss aber nicht immer so bleiben, und auch derzeit schalte ich mich immer wieder komplett ab. Ich habe aber viel Glück, meine Arbeit interessiert mich eben gerade.

7. Wie sieht Ihr Arbeits(um)feld in zehn Jahren aus?
In zehn Jahren werden wir kognitive Umgebungen erleben – also eine Verknüpfung von Daten aus unseren Anwendungsprogrammen, mit Daten aus unseren Wearables wie Smart Watches und der Sensorik aus unserer Umgebung. Damit Lernen wir uns immer besser kennen und werden immer besser verstehen, was uns bei der Arbeit positiv und negativ beeinflusst – und natürlich kann sich dann die Umgebung so einstellen und konditionieren, um Voraussetzungen für die persönlich oder kollektive Leistung einer Gruppe zu optimieren. Dabei wird natürlich auch die Frage des Datenschutzes relevant.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Freude an Ihrer Arbeit.

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