CES 2015: Technik-Neuheiten für Smartworkers

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In der vergangenen Woche fand das erste große Messehighlight des Jahres statt. Alle Augen waren gespannt auf die CES 2015 in Las Vegas gerichtet – die internationale Bühne für Innovationen im Bereich Consumer Technology. Wir haben uns die Neuigkeiten der Show einmal angesehen und möchten euch hier ein paar interessante Gadgets für Smartworkers vorstellen:

Smartes Schmuckstück

Wearables gehörten auch in diesem Jahr zu den Hauptthemen der CES. Ein interessantes Produkt in dieser Kategorie ist das schlicht Ring genannte Produkt des japanischen Unternehmens Logbar. Damit kann beispielsweise Musik vom Smartphone schon mit einer Fingerbewegung abgespielt werden. Dafür verbindet sich der Ring per Bluetooth mit dem Smartphone. In einer entsprechenden App können eigene Gesten konfiguriert werden, um Musik oder Videos abzuspielen, die Kamera des Smartphones auszulösen, Daten mit anderen Nutzern auszutauschen oder ein Bild auf Facebook zu teilen.

CES 2015: Ring ©Logbar
CES 2015: Ring ©Logbar

Frischer Kaffee per Fernsteuerung

Kaffee ist für viele im Büro ein absolutes Muss, doch wenn es stressig wird, muss es häufig schnell gehen. Wenn dann noch das Kaffeepulver aus ist, kann es schon mal schlechte Laune geben. Mit der Smarter Kaffeemaschine ist das vorbei. Sie kann bequem per App ferngesteuert werden. Nutzer können wählen, wie stark Sie den Aufguss wünschen, und programmieren, wann die Maschine mit dem Mahlen und Brühen beginnen soll. Dabei ist die Smarter Coffee Machine selbst per WLAN mit dem Heimnetzwerk verbunden und gibt zudem automatisch Alarm, wenn Wasser oder Kaffeepulver zur Neige gehen.

CES 2015: Smarter Kaffeemaschine ©Smarter
CES 2015: Smarter Kaffeemaschine ©Smarter

Grüner Daumen dank App

Wer für seinen Job viel unterwegs ist und niemanden hat, der sich während der Reisen um das Heim kümmern kann, wird sich über diese Neuheiten freuen: Die beiden Produkte Parrot Pot und H20 messen alle 15 Minuten Feuchtigkeitsgehalt sowie den pH-Wert der Erde und versorgen die grünen Mitbewohner mit Wasser, während man nicht zu Hause ist. Die Steuerung läuft über eine App auf Smartphone oder Tablet. Zusätzlich wird der Nutzer über die Umgebungstemperatur und Lichteinstrahlung informiert und erhält Tipps für den richtigen Standort. Wer mehrere der intelligenten Blumentöpfe besitzt, kann diese gesammelt über die App steuern.

Sesam öffne dich per Smartphone

Kwikset, der Hersteller von Türschlössern, hat das Schloss Kevo Plus vorgestellt, das seinen Besitzer anhand eines verbundenen Smartphones erkennt und die Tür öffnet. Über eine App wird eine Online-Verbindung mit dem Schloss aufgebaut, so dass der Nutzer von überall auf der Welt seine Tür öffnen oder verriegeln kann. So lässt sich beispielsweise checken, ob man bei der hektischen Abreise alles verschlossen hat, oder der Putzfrau und Verwandten bequem Zutritt zu Wohnung gewähren, wenn man auf Geschäftsreise ist – ohne vorher Schlüssel vervielfältigen zu müssen. Zudem können Nutzer eine unendliche Anzahl eKeys generieren, die es anderen ermöglichen, das Schloss uneingeschränkt oder zeitlich begrenzt zu entriegeln.

CES 2015: KevoPlus ©Kwikset
CES 2015: KevoPlus ©Kwikset

Smartes Sicherheitskonzept für Radfahrer

Vernetzung im Straßenverkehr kennen wir bisher vor allem von Autos. Viele Smartworker sind jedoch heute auch ganz umweltfreundlich mit dem Rad unterwegs. Auf der CES zeigen das schwedische Unternehmen Ericsson, Volvo und POC, ein Hersteller von Schutzkleidung für Extremsportler und Radfahrer daher, dass auch Fahrradfahrer vernetzt sein können. Bei dem neuen Sicherheitskonzept sendet das Smartphone des Radfahrers bzw. eine darauf installierte App den exakten Standpunkt des Radfahrers in die Volvo Cloud. Befindet er sich nun auf Kollisionskurs mit einem Auto, etwa im Fall eines toten Winkels, werden beide Fahrer gewarnt. An dem per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelten Helm beginnt der hintere Stützbogen zu vibrieren und es schaltet sich eine Warnleuchte an. Zugleich bekommt der Autofahrer eine Warnmeldung direkt auf der Windschutzscheibe eingeblendet. Ignoriert der Fahrradfahrer seine Warnung und strampelt fröhlich weiter in die Gefahrenzone, bremst der Volvo automatisch ab.

Aber: Verkehrsteilnehmer sollten sich nicht ausschließlich auf das System verlassen, ein Funkloch kann das Update der GPS-Daten zeitweise unterbrechen.

CES 2015: Bicycle Helmet ©Volvo and POC
CES 2015: Bicycle Helmet ©Volvo and POC

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Rollschuhe mit Motor

Und noch etwas für den umweltschonenden Weg ins Büro: Die RocketSkates von Acton bringen einen mit bis zu 20 Stundenkilometer ans Ziel. In die motorisierten Rollschuhe können Nutzer mit ihren normalen Straßenschuhen schlüpfen, eine Akkuladung bringt sie anschließend, abhängig von der Geschwindigkeit, über eine Distanz von bis zu 16 Kilometer. Danach müssen sie für 1,5 Stunden aufgeladen werden. Ein elektronisches und mechanisches Bremssystem sorgen für einen schnellen Halt. In einer zusätzlichen Smartphone-App, die per Bluetooth mit den Rollschuhen verbunden aber zur Steuerung nicht nötig ist, werden Routen und Entfernungen, die Performance der Motoren und der Stand der Batterielandung festgehalten. Ein paar neugierige Blicke sind einem mit diesen Skates an den Füßen auf jeden Fall sicher.

CES 2015: RocketSkates ©Acton
CES 2015: RocketSkates ©Acton

Entspannung, jetzt!

Wie die Kopfbedeckung aus einem Science-Fiction-Film sieht der Melomind des französischen Start-ups myBrain aus, und mindestens genauso geheimnisvoll kommt zunächst seine Funktion daher: Der Helm soll aktiv beim Entspannen helfen. Über integrierte Sensoren misst die Konstruktion die Hirnströme des Nutzers und sendet diese zur Auswertung an eine spezielle App. Verzeichnet die App einen hohen Stresslevel beim Träger, lässt sie automatisch ruhige Musik über den Helm abspielen, die – abgestimmt mit den Hirnströmen des Nutzers – entspannen soll. Ob man dabei auch glatt vergisst, wie man mit dem Hirn-Stress-Mess-Gerät auf dem Kopf aussieht?

CES 2015_melomind_mybrain

Telefon mit Schwung

Auf die richtige Linie kommt es jetzt auch bei unseren täglichen Begleitern, den Smartphones an. Diese präsentieren sich neuerdings krumm: So hat der koreanische Elektronikkonzern LG die neue Version seines gebogenen Handys, LG G Flex2, vorgestellt. Das Curved Smartphone soll bedienungsfreundlicher sein als sein Vorgänger und aufgrund seiner Form vor allem bequemer beim Telefonieren am Kopf anliegen. Zudem ist das Display des G Flex nun Full HD und die Rückseite verfügt über eine spezielle Beschichtung, die kleine Kratzer von selbst verschwinden lässt.

CES 2015: LG G Flex 2 ©LG
CES 2015: LG G Flex 2 ©LG

In Zukunft werden wir sicher noch weitere neue Smartphones dieser Art sehen. Und das wohl sogar schon in naher Zukunft: Denn mit dem Mobile World Congress, vom 2. bis 5. März 2015 in Barcelona, steht auch schon das nächste Highlight des Jahres für die Branche an. Wir sind gespannt!