Future Workforce Study: Mobile Workers und Millennials am zufriedensten

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Besser geht immer, dennoch sind deutsche Arbeitnehmer zufrieden - vor allem mobile Mitarbeiter und Millennials / Foto: Pexels
Besser geht immer, dennoch sind deutsche Arbeitnehmer zufrieden - vor allem mobile Mitarbeiter und Millennials / Foto: Pexels

Die Mehrheit der Deutschen ist mit ihrer Arbeit zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Dell und Intel durchgeführte Befragung von 400 Arbeitnehmern in Deutschland. Demnach gaben 89 Prozent der Befragten hierzulande an, sehr oder doch zumindest ziemlich zufrieden mit ihrem Job zu sein. Dazu tragen in erster Linie die Beziehung zu den Kollegen und der Gegenstand der Arbeit bei. Gehalt und Karrieremöglichkeiten sind dagegen weitaus seltener Zufriedenheitsfaktoren. Interessanterweise rangiert die Work-Life-Balance sowohl bei den zufriedenstellenden als auch bei den unzufrieden machenden Faktoren an dritter Stelle.

Mobile Arbeiter: zufriedener als der Durchschnitt

Ein nicht ganz so konsistentes Bild zeichnet die Studie hinsichtlich flexibler Arbeitsmodelle. Obwohl mobile Mitarbeiter mit 94 Prozent die zufriedenste Untergruppe darstellen, glaubt eine Mehrheit der Befragten, dass sie im Büro die besten Arbeitsergebnisse erzielt. Dennoch fühlen sich deutsche Arbeitnehmer durch die Möglichkeit, den Arbeitsplatz frei wählen zu können, produktiver und fitter. Wesentliche Vorteile einer selbstbestimmten Arbeitsplatzwahl werden in einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit und in einem ausgeglicheneren Verhältnis von Beruf und Privatleben gesehen. Auch der wegfallende Arbeitsweg wird als großer Vorteil betrachtet.

Demgegenüber steht die Sorge, dass Arbeits- und Privatleben zu sehr miteinander vermischt werden könnten. Auch die erschwerte Pflege der Kontakte zu Kollegen wird als suboptimal betrachtet.

Technologische Ausstattung: alles in allem zufriedenstellend

Ein weiterer Grund für die Bevorzugung des klassischen Büroarbeitsplatzes könnte in der technologischen Ausstattung zu finden sein. Während 83 Prozent der Befragten mit der Technik am Arbeitsplatz sehr oder ziemlich zufrieden sind, sind dies nur 52 Prozent mit den technischen Voraussetzungen für mobile Arbeit. Unter den Befragten der Gruppe „Mobile Mitarbeiter“ sind immerhin zwei Drittel mit der ihnen zur Verfügung gestellten Technik zufrieden. Offenbar werden Mitarbeiter, die regelmäßig ortsungebunden arbeiten, besser ausgerüstet als Kollegen, die dies nur gelegentlich tun. Hier scheint es also durchaus Nachholbedarf zu geben. Dafür spricht auch, dass immerhin die Hälfte der Befragten angibt, zu Hause über modernere Technologie zu verfügen als am Arbeitsplatz. Umgekehrt gibt nur knapp jeder Fünfte an, im Büro modernere Technik zur Verfügung zu haben als in den eigenen vier Wänden.

Das intelligente Büro: noch Zukunftsmusik

Grundsätzlich positiv betrachten die Befragten hierzulande eine Entwicklung in Richtung intelligentes Büro und intelligente Arbeitsplätze. Gemeint sind damit neben einer verstärkten Nutzung des Internets der Dinge vor allem modernere Geräte und schnelleres Internet, aber auch fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz oder Virtual und Augmented Reality. Ein derartiges „Intelligentes Büro“ wird von einer Mehrheit als faszinierend betrachtet, eine breitere Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre hält gut die Hälfte aber für unwahrscheinlich. Und wie wird der aktuelle Status empfunden? Immerhin knapp vier von zehn Befragten halten die momentane Ausstattung des eigenen Arbeitsplatzes für nicht intelligent genug, während jeder zweite mit dem Status-quo zufrieden ist. Vier Prozent ist der Stand der Technik im Büro schon jetzt zu intelligent. Eine kleine Minderheit zwar, die aber dennoch beobachtet werden sollte. Neben all den Chancen, die die digitale Transformation bietet, droht bei einer unreflektierten Entwicklung immer auch eine Überforderung des Menschen. Insgesamt wird aber mehrheitlich davon ausgegangen, dass Technologieneuerungen zu einer Steigerung der Produktivität beitragen werden. Vor allem von moderneren Geräten und einem schnelleren Internet erwarten knapp zwei Drittel der Befragten eine Produktivitätssteigerung.

Millennials: techaffiner und zufriedener

Wenig überraschend zeigt eine Sonderauswertung, dass die technologische Entwicklung für jüngere Mitarbeiter eine weitaus größere Bedeutung hat als für ältere. Für fast vier von fünf Befragten spielt die technologische Ausstattung des Arbeitsplatzes eine Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers, fast ein Drittel von ihnen würde sogar so weit gehen, den Job aufgrund schlechter Technologie zu kündigen. Und auch der Glaube an ein rasches Fortschreiten der Technologie scheint in der Gruppe der Millennials weiter verbreitet. Von den US-amerikanischen Befragten glauben fast drei Viertel, in den nächsten fünf Jahren in einem intelligenten Büro zu arbeiten – eine Zahl, die die Studie für Deutschland leider nicht explizit ausgibt. Insgesamt scheinen jüngere Mitarbeiter ein überdurchschnittlich positives und optimistisches Bild von Arbeit zu haben: 92 Prozent der Befragten in dieser Gruppe geben an, mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein. Damit herrscht in der Altersgruppe der Millennials die größte Arbeitsplatzzufriedenheit.

Die komplette Studie könnt ihr euch hier herunterladen.

Grafiken: Dell/Intel

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