Buchtipp: Out of Office – Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen

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© Microsoft Deutschland

Es ist gemeinhin bekannt, dass sich der Microsoft-Konzern die Umgestaltung der Arbeitswelt auf die Fahne geschrieben hat. Mit Konzepten wie dem Vertrauensarbeitsort hat der Software-Hersteller die Diskussion bereits kräftig angeheizt. Ein Jahr nach der Vorstellung des Manifests für ein neues Arbeiten ertönt nun ein erneuter Schlachtruf aus dem Hause Microsoft. Ausgerechnet ein Buch soll die Büroarbeit der Zukunft neu definieren? Interessant, wenn man bedenkt, dass in der neuen Arbeitswelt derart analoge Medien nichts mehr zu suchen haben. Wir haben uns mal die Lesebrille aufgesetzt und durch die 272-seitige Revolutionsschrift „Out of Office – Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen“ geblättert.

Durch die Microsoft-Brille

Im Namen des Konzerns bringen die Microsoft-Manager Elke Frank und Thorsten Hübschen die Definition des neuen Arbeitens zu Papier. Wie der Titel schon verrät, führt die Büroarbeit der Zukunft raus – und zwar raus aus dem Büro und raus aus dem Korsett von längst überholten Strukturen. Bereits seit vielen Jahren lebt Microsoft Deutschland die neue Arbeitswelt mit ihren flexiblen Arbeitsmodellen und der offenen Unternehmenskultur. Als Software-Anbieter hat Microsoft schon vor 25 Jahren die Büroarbeit revolutioniert. Stift und Papier wurden von Office-Anwendungen abgelöst. Nun zieht der Konzern größere Kreise und will die Arbeit aus den Büros holen – und das ganz ohne Schleichwerbung für Software-Produkte.

Paradebeispiel für moderne Management-Methoden

In ihrer Annäherung an die moderne Arbeitswelt wählen die Autoren einen breiten Ansatz. Der Blick nach vorn, der Blick zurück, der Blick über den Tellerrand – zahlreiche Perspektiven auf das Arbeiten finden ihren Platz in „Out of Office“. In leichter Schreibe erhält der Leser zudem sehr persönliche Einblicke in die Geschichte der Autoren, die sich zunächst selbst an das Klima des Vertrauens und der Wertschätzung bei Microsoft gewöhnen mussten. Gemeinsam mit ihnen begibt man sich auf eine Rundreise durch die Arbeitsrealität des Konzerns und eine Welt des offensichtlich sehr zeitgemäßen Arbeitens. Leichte Selbstbeweihräucherung der eigenen Management-Methoden sei Microsoft hier gestattet.

Die Dreifaltigkeit des Arbeitens

Die Autoren legen in „Out of Office“ ihren Fokus auf drei Dimensionen des modernen Arbeitens – den Menschen, den Ort und die Technologien. Wer unseren Blog aufmerksam liest, sollte erkennen, dass diese Dreifaltigkeit durchaus Hand und Fuß hat. Es geht um die Wissensarbeit, virtuelle Teams, Vertrauen, Führung und vieles mehr. Allgemeinplätze des modernen Arbeitens werden von den Autoren noch einmal grundlegend aufgearbeitet und mit Daten und Fakten unterlegt. Was der Leser in den Händen hält, scheint ein tiefgründig recherchiertes Werk, das erklärt, informiert, erleuchtet.

Und zum Schluss?

Die ultimative Lösung bieten Elke Frank und Thorsten Hübschen nicht, dennoch stimmt der Ausblick recht optimistisch, dass modernes Arbeiten auch in Deutschland funktionieren kann. Was bleibt, ist eine nachdrückliche Forderung nach einem gesamtgesellschaftlichen Diskurs, um ein neues Verständnis von Arbeit zu entwickeln. Dass Microsoft da mit großen Visionen, umfassendem Verständnis und nicht zuletzt einem guten Beispiel voran geht, steht nach der Lektüre von „Out of Office“ außer Frage.

Fazit der Smartworkers-Redaktion: Lesenswert!

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Out of Office – Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen
Von Elke Frank und Thorsten Hübschen
1. Auflage 2015
Redline Verlag
272 Seiten
19,99 Euro

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