Akustik am Arbeitsplatz: Studie zeigt negativen Einfluss von Lärm auf Produktivität

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Akustik am Arbeitsplatz - Eine europäische Studie von Plantronics ©Plantronics

Unsere Arbeitsplätze befinden sich in einem ständigen Wandel. Nach einer Studie1 von Plantronics in europäischen Unternehmen gibt nur noch etwa die Hälfte der Befragten an, in einer regulären Arbeitswoche fünf Tage im Büro zu arbeiten (Deutschland: 51,4 Prozent, Frankreich: 51,3 Prozent, Großbritannien: 47,7 Prozent). Moderne Technologien geben Mitarbeitern heute die Freiheit, sich flexibler zu bewegen und autonomer über ihren Arbeitsplatz mit zu entscheiden. Das gilt sowohl außerhalb als auch innerhalb des Büros. Denn offene Bürolandschaften, die die Kollaboration unter Kollegen fördern, werden zur Regel und immer weniger Angestellte arbeiten noch traditionell an einem festen Platz.

Verminderte Produktivität häufigste Folge von Lärm

Der Wechsel zu modernen, flexiblen Arbeitsmodellen und -umgebungen stellt Professionals trotz seiner eindeutigen, durch Untersuchungen sogar belegten Vorteile jedoch auch vor neue Herausforderungen. Eine davon ist die Akustik bzw. der Umgang mit Umgebungsgeräuschen. So hat die bereits genannte von Plantronics in Auftrag gegebene repräsentative Befragung1 in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ergeben, dass sich ein lärmintensives Arbeitsumfeld negativ auf Mitarbeiter und die Qualität ihrer Arbeit auswirkt (Deutschland: 96,5 Prozent, Frankreich: 93,5 Prozent, Großbritannien: 89,9 Prozent). Büroangestellte in allen drei untersuchten Ländern geben Konzentrationsprobleme und damit eine verminderte Produktivität als häufigste Folge von Lärm am Arbeitsplatz an und sagen, dass sie in einem weniger lauten Umfeld wesentlich effektiver arbeiten könnten (Deutschland: 65,1 Prozent, Frankreich: 65,5 Prozent, Großbritannien: 54,1 Prozent).

Krank durch Lärm am Arbeitsplatz?

Ohne die richtigen Maßnahmen für optimale akustische Bedingungen kann die neue Art zu arbeiten Mitarbeiter dauerhaft vor das Problem Lärmbewältigung stellen. Angesichts dessen können sich störende Geräusche am Arbeitsplatz sogar vielmehr noch in körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Migräne niederschlagen. Sie wurden neben Stress in allen Ländern als Hauptauswirkung genannt. In dessen Folge können krankheitsbedingte Ausfälle zusätzlich zu Einbußen bei der Produktivität wiederum auch erhebliche Kosten für Unternehmen verursachen. Dennoch geben jeweils mehr als drei Viertel der Mitarbeiter aller Regionen an, dass ihr Unternehmen keine Maßnahmen zur Lärmreduzierung ergriffen hat oder diese bei Umsetzung fehlgeschlagen sind.

Musik als Konzentrationshilfe bei Lärm

Gleichzeitig weist die Studie auf die Schwierigkeiten hin, Ablenkungen durch Umgebungsgeräusche bei der Arbeit zu kontrollieren. Denn sowohl die befragten Angestellten in Deutschland als auch in Frankreich und in Großbritannien nennen laute Kollegen als die am meisten störende Geräuschquelle, gefolgt von (Telefon-)Gesprächen und Geräuschen ausgehend von Bürotechnik –  Faktoren, auf die der Einzelne in der Regel kaum einen Einfluss hat. Auf die Frage, wie sie daher mit lauten Umgebungen umgehen, geben die Mitarbeiter in geschlossenen Räumlichkeiten vor allem an, einfach die Tür zu schließen, und 20 Prozent antworten sogar damit, das Büro gänzlich zu verlassen, um beispielsweise in Ruhe im Home Office weiterzuarbeiten. Durchschnittlich 60 Prozent der Befragten in allen Regionen nutzen zudem Kopfhörer oder Headsets, um den Einfluss durch Hintergrundgeräusche durch Musik zu reduzieren und so produktiver arbeiten zu können. Als bevorzugte Tätigkeiten, bei denen Musik zur Lärmbewältigung zum Einsatz kommt, werden dabei  in deutschen Unternehmen die Eingabe von Daten (39,8 Prozent) und kreatives Arbeiten (36,7 Prozent) genannt, während in Frankreich und Großbritannien das Schreiben von E-Mails vorgezogen wird (37,6 und 40 Prozent).

Produktiver mit Rammstein?

So unterschiedlich der Einsatz so individuell und interessant sind auch die bevorzugten Musikstile. Obwohl Pop in allen drei Ländern als beliebtestes Genre angegeben wird (Deutschland: 41,8 Prozent, Frankreich: 31,8 Prozent, Großbritannien: 38,6 Prozent), zeigt sich bei den Top-Bands der Deutschen auch noch ein anderes Bild,  denn hier werden an erster Stelle Linkin Park, Metallica und Rammstein gelistet. In Frankreich erledigt sich die Arbeit neben den Rhythmen von Rihanna und David Guetta scheinbar auch zu den Klängen von Bach und Mozart besser.

Die Auswahl der Musik ist wohl vor allem vom persönlichen Geschmack des Mitarbeiters abhängig. Wie Rammstein förderlich für die Konzentration sein kann, mag nicht jeder verstehen, aber zum Ausblenden der Umgebung hilft es bestimmt – den Sound muss ein lauter Kollege erst einmal durchdringen.

Umgebung aus, Konzentration an – Smarter Working mit Headsets

Die Studie zeigt, dass Unternehmen in der modernen Arbeitswelt unbedingt ein Verständnis dafür entwickeln müssen, wie Umgebungsgeräusche die Arbeit ihrer Angestellten beeinflussen können, und darauf aufbauend angemessene Maßnahmen für eine optimale Akustik ergreifen sollten.

Eine einfache Möglichkeit bietet sich hier beispielsweise in Form von Headsets mit moderner Active-Noise-Cancelling-Technologie an. Modelle, wie das kürzlich von uns vorgestellte schnurlose BackBeat PRO oder das neue USB-Headset Blackwire 725 von Plantronics ermöglichen es, störende Nebengeräusche auf Knopfdruck auszublenden und so die Grundlage für ein konzentriertes Arbeiten zu schaffen. Gleichzeitig liefern sie eine hervorragende Audioqualität bei Telefonaten. Denn obwohl diese in Unternehmen als erfolgsentscheidend eingestuft wird, zeigen die Studienergebnisse, dass die Befragten in geräuschintensiven Umgebungen gerade Telefonate als besonders schwierig einschätzen (Deutschland: 51 Prozent, Frankreich: 59,8 Prozent, Großbritannien: 63 Prozent). Professionelle Headsets mit hochwertigen Mikrofonen sorgen für eine optimale Sprachverständlichkeit und effektive Kollaboration unabhängig vom Umfeld.

Wir wünschen ungestörtes Arbeiten!

Plantronics Noise at Work Survey 2015 © Plantronics
Plantronics Noise at Work Survey 2015 © Plantronics

1Von Opinion Matters durchgeführte Befragung von jeweils 1.000 Unternehmen mit über 250 Angestellten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, Februar 2015.

9 KOMMENTARE

  1. […] Der negative Einfluss von Lärm auf Wohlbefinden und Produktivität ist heute unbestritten. Schlechte Akustik am Arbeitsplatz führt bei Angestellten zu Konzentrationsproblemen und die Effektivität von Unternehmen wird durch ein lärmintensives Arbeitsumfeld deutlich geschwächt (siehe dazu die Noise at Work Survey 2015). […]

  2. […] Der Wechsel zu modernen, flexiblen Arbeitsmodellen und -umgebungen stellt Professionals trotz seiner eindeutigen, durch Untersuchungen sogar belegten Vorteile jedoch auch vor neue Herausforderungen. Eine davon ist die Akustik bzw. der Umgang mit Umgebungsgeräuschen. So hat die bereits genannte von Plantronics in Auftrag gegebene repräsentative Befragung1 in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ergeben, dass sich ein lärmintensives Arbeitsumfeld negativ auf Mitarbeiter und die Qualität ihrer Arbeit auswirkt (Deutschland: 96,5 Prozent, Frankreich: 93,5 Prozent, Großbritannien: 89,9 Prozent). Büroangestellte in allen drei untersuchten Ländern geben Konzentrationsprobleme und damit eine verminderte Produktivität als häufigste Folge von Lärm am Arbeitsplatz an und sagen, dass sie in einem weniger lauten Umfeld…Hier weiter lesen http://www.smartworkers.net/2015/03/akustik-am-arbeitsplatz-studie-zeigt-negativen-einfluss-von-laer… […]

  3. […] Der Wechsel zu modernen, flexiblen Arbeitsmodellen und -umgebungen stellt Professionals trotz seiner eindeutigen, durch Untersuchungen sogar belegten Vorteile jedoch auch vor neue Herausforderungen. Eine davon ist die Akustik bzw. der Umgang mit Umgebungsgeräuschen. So hat die bereits genannte von Plantronics in Auftrag gegebene repräsentative Befragung1 in Deutschland, Frankreich und Großbritannien ergeben, dass sich ein lärmintensives Arbeitsumfeld negativ auf Mitarbeiter und die Qualität ihrer Arbeit auswirkt (Deutschland: 96,5 Prozent, Frankreich: 93,5 Prozent, Großbritannien: 89,9 Prozent). Büroangestellte in allen drei untersuchten Ländern geben Konzentrationsprobleme und damit eine verminderte Produktivität als häufigste Folge von Lärm am Arbeitsplatz an und sagen, dass sie in einem weniger lauten Umfeld…Hier weiter lesen http://www.smartworkers.net/2015/03/akustik-am-arbeitsplatz-studie-zeigt-negativen-einfluss-von-laer… […]

  4. Hallo, gibt es eine ähnliche Studie bzw. Kennzahlen auch für industrielle Arbeitsplätze?

  5. Hallo Michelle,

    super Beitrag!
    Ich dachte immer ich bin alleine damit, dass ich viel weniger schaffe, wenn es um mich herum so laut ist. Ich kann das einfach nicht ausblenden, da gibt’s ja auch einige, die das können.
    Dass es aber so viele sind, die damit nicht klar kommen ist schone echt krass!

    Liebe Grüße
    Marian

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