Digital Nomads: kleiner Coffeeshop-Knigge für Mobile Workers

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CC BY Eric.Parker
CC BY Eric.Parker

Auf dem Tisch dampfender Kaffee neben dem Laptop, der Blick raus aufs quirlige Treiben der Straße und im Hintergrund die Geräuschkulisse des beginnenden Tages: Für viele Menschen gibt es keine schönere Art zu arbeiten als in einem Café mit seiner kreativen Atmosphäre – am besten unter Artgenossen der Spezies Digital Nomads. Doch wenn er einen Raum, den andere eher in ihrer Freizeit nutzen, zu seiner Arbeitsstätte erklärt, kann der Mobile Worker schon mal anecken. WorkSnug, Plantronics und Nokia haben deshalb per Crowdsourcing einen Code of Conduct ermittelt, quasi einen Knigge für das Arbeiten im Coffeeshop. Jede der Regeln wurde von den Teilnehmern eingereicht und den Nutzern zur Abstimmung vorgelegt. Diese 10 bekamen den meisten Zuspruch:

1. Schmarotzer unerwünscht

Ob man’s glaubt oder nicht: Cafés mit freiem WiFi und Steckdosen an den Tischen bieten diesen Service nicht aus reiner Nächstenliebe an. Also halte dich nicht stundenlang an einem kleinen Cappuccino auf – und das auch noch am besten Platz des Cafés.

2. Headset auf

Videokonferenzen und Skype Calls gehören zum mobilen Arbeiten dazu. Headsets schützen dabei zum einen davor, dass sensible (Kunden-)Informationen „abgehört“ werden, und verschonen zum anderen deine Umgebung mit blechernen, abgehackten Unterhaltungsfetzen aus den Laptop-Boxen. Deinem Gesprächspartner wiederum tust du mit vernünftigen Headsets, die die Umgebungsgeräusche minimieren, ebenfalls einen Gefallen.

3. Brüll nicht so!

Selbstverständlich solltest du auch deine eigene Lautstärke dezent runterpegeln. Schließlich bist du nicht allein im Raum.

4. Mach mal Pause

Wenn dir dein Chai Latte und deine Focaccia gebracht werden, unterbrich dein Gespräch oder dein Getippe für einen Moment. Ein kurzer Blickkontakt samt Dankeschön macht dir und dem Servierenden das weitere Miteinander gleich viel angenehmer.

5. Sei nett

Überhaupt: Vor allem, wenn du vorhast, das Café häufiger aufzusuchen oder es gar zu deinem Stammarbeitsplatz zu machen, solltest du höflich zu den Angestellten und Betreibern sein. Aber auch sonst.

6. Support your local dealer

Gefällt dir der Ort, an dem du gerade arbeitest, kannst du das ruhig auch kundtun und die Location ein wenig supporten. Dank Foursquare-Check-in, Facebook-Like oder Tweet ist nichts einfacher als das.

7. Eins nach dem anderen

Mit Laptop und Smartphone hat heutzutage wahrscheinlich wirklich jeder Mobile Worker mindestens zwei Geräte dabei, die irgendwann nach Strom lechzen. Steckdosen dagegen sind häufig ein rares Gut. Also: Geräte bitte nicht die ganze Zeit am Netz lassen, sondern nur dann laden, wenn es nötig ist –  und zwar am besten nacheinander.

8. Andere wollen auch ins Web

Versuche, nicht die ganze Bandbreite des Internet-Zugangs alleine aufzubrauchen. Vermeide unnötige Mega-Downloads und Dauer-Streams.

9. Sei hilfsbereit

Sollte jemand mal dringend deine Steckdose oder eine Ecke deines Tisches brauchen, sei hilfsbereit. Du blockierst das Ding schließlich schon seit Stunden.

10. Du bist hier nicht zu Hause

Eigentlich selbstverständlich, aber es kann nicht schaden, es noch mal grundsätzlich zu sagen: Du befindest dich an einem öffentlichen Ort, an dem unter Umständen nicht jede deiner Verhaltensweisen, die du zu Hause an den Tag legst, gutgeheißen wird. Respektiere die anderen Gäste und benimm dich angemessen. Oder mach Home Office.

Hier noch mal der Code of Conduct für euren nächsten Café-Aufenthalt im Überblick:
Grafik: Worksnug / Plantronics / Nokia

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