US-Studie: 87 Prozent arbeiten zu viel, aber nicht jeden stört das

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Überstunden werden zunehmend zur Normalität: Rund neun aus zehn Kollegen haben das Gefühl, sie arbeiten zu viel. Doch trotz vieler Arbeit zeigt sich mehr als ein Drittel von ihnen zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance (38 Prozent). Das sind die Ergebnisse einer kürzlich in den USA durchgeführten Online-Umfrage des Softwareanbieters Wrike. Für die Untersuchung wurden rund 2.000 Angestellte, Manager, Unternehmer und Freiberufler zu den Themen Produktivität, Work-Life-Balance und Überarbeitung befragt. Dabei deckt die Befragung auch die wichtigsten Motivatoren und Stressfaktoren auf.

Die Studie enthüllt, dass 87 Prozent der Befragten der Meinung sind, zu viel zu arbeiten. Rund 39 Prozent von ihnen gaben dabei an, dass sie pro Woche mehr als fünf Stunden zu viel arbeiten. Mehr als ein Drittel zählen im Durchschnitt wöchentlich zwischen drei und fünf Überstunden (35 Prozent) und lediglich 12,7 Prozent der Befragten glauben hingegen, dass sie nicht zu viel arbeiten. Unter allen Teilnehmern sind hierbei immerhin 42 Prozent zufrieden mit ihrer Work-Life-Balance. Fast die Hälfte fühlt sich gelegentlich überarbeitet (46 Prozent), während sich rund jeder zehnte oft gestresst und überlastet fühlt (11,5 Prozent). Über die verschiedenen Unternehmensebenen zeigt sich, dass Angestellte mit ihrer Work-Life-Balance am stärksten zufrieden sind (50,8 Prozent). Im Gegensatz dazu schätzen insbesondere Unternehmer, Manager und Freiberufliche diese schlechter ein.

Eine Position mit Verantwortung (76,8 Prozent), ein gutes Arbeitsklima (56,9 Prozent) und die Aussicht auf eine Belohnung (42,1 Prozent) konnte die Studie als die wichtigsten Stellschrauben zur Förderung der Motivation und Effizienz identifizieren. Während Deadlines oft als Stressfaktor gesehen werden, schätzt mehr als die Hälfte der Befragten diese als motivierend ein (54,6 Prozent). Für nur 7,1 Prozent der Teilnehmer sind Deadlines hingegen hinderlich. Die größten Hindernisse für die Produktivität sind laut Studie Arbeitsunterbrechungen (40,5 Prozent) und Verzögerungen (20,8 Prozent) durch falsche Planung, Multitasking und Ablenkungen durch Social Networks.

Auf die Frage, wann sie am produktivsten arbeiten, gab die Mehrheit der Befragten an zwischen 8 Uhr morgens und 12 Uhr ihr Hoch zu haben. Je später die Stunde, desto weniger fühlen sich produktiv: Rund 6 Prozent sind der Meinung nach 8 Uhr abends am besten arbeiten zu können, während es 5,5 Prozent sogar bevorzugen nach 0 Uhr aktiv zu sein. Allerdings scheint hier auch die Work-Life-Balance zu leiden, denn während sich nur 10 Prozent der Frühaufsteher des Öfteren überarbeitet fühlen, beklagen sich knapp 27 Prozent der „Nachteulen“ über Stress.

Da kommen die Feiertage genau richtig:
Wir wünschen allen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Quelle: Wrike Productivity Survey, Dezember 2012, Online-Befragung unter 1.915 Teilnehmern