Living Place: Intelligente Wohnkonzepte der Zukunft

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Im Living Place Hamburg entwickeln junge Informatiker unter der Leitung von IT-Professoren der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) intelligente Wohnkonzepte der Zukunft. Für und mit Industrieunternehmen und Kooperationspartnern anderer Branchen testen sie Technologien von morgen. Diese sollen den Alltag angenehmer gestalten, leicht zu bedienen und nahezu unsichtbar sein.

Der Living Place ist ein 130 Quadratmeter großes Labor auf dem Gelände der Hochschule. Es besteht aus einem Loft als Musterwohnung und einem Entwicklerbereich. Im Living Place können die Informatiker Experimente wie beispielsweise ein Weckszenario durchführen. Der Wecker richtet sich automatisch nach der Schlafphase, dem Terminkalender sowie der aktuellen Wetter- und Verkehrslage. Die Organisation des Lebens in der Wohnung soll die Technologie übernehmen. „Ich sitze zum Beispiel auf dem Sofa und relaxe bei entspanntem Licht. Plötzlich kommt ein geschäftlicher Anruf. Sobald es klingelt, werden Musik oder Fernseher leise und das Licht hell, damit ich mich besser konzentrieren kann. Ohne den Platz zu wechseln, bin ich im Home Office“, schildert der Student Matthias Vogt (25) ein Forschungsprojekt im Living Place. So findet man Sensoren im Sofa, Kameras an der Decke, jedes Teil in der Wohnung ist mit einem anderen verknüpft. „Manch einer mag das unheimlich finden. Doch das ist eben die Kunst, die Balance zwischen der Automatisierung und der Kontrolle hinzubekommen“, sagt der Student. Viele Unternehmen lassen inzwischen ihre Mitarbeiter einen Teil der Arbeit im Home Office erledigen. Das Ziel ist es, die Automatisierung unsichtbar zu machen, den Menschen mit der Technik so zu unterstützen, ohne dass die Technik auffällt und der Benutzer Herr der Lage bleibt.

Die Technik, die dahinter steckt, hört sich kompliziert an, soll aber für den Benutzer umso simpler sein. Schluss mit Fernbedienungen, auf denen die ohnehin unzähligen Tasten doppelt und dreifach mit Funktionen belegt sind. Weniger ist mehr. Der neueste Clou: ein kleiner handlicher Würfel namens Hamburg Cubical, der sechs verschiedene Funktionen hat. Ist zum Beispiel die Funktion Fernsehprogramm oben, dreht man den Würfel wie einen Drehknopf nach links oder rechts, um den Kanal zu wechseln, zeigt die Lautstärke nach oben, wird es je nach Drehung lauter oder leiser.

Weitere Informationen zum Living Place Hamburg gibt es hier