Robinson 2.0 – Digitale Isolation und ihre Folgen

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CC BY Micky**
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Was passiert, wenn man 24 Stunden lang auf Handy, Internet und Fernsehen verzichten muss? Sind wir wirklich schon abhängig von ständigem Informationsaustausch? Forscher gingen nun dieser Frage auf den Grund: Sie befragten Studenten, die einen Tag lang ohne ihre gewohnten Informations- und Kommunikationskanäle auskommen mussten. Alltägliche technische Begleiter wie Handy, Internet, MP3-Player und sogar klassische Medien wie Radio, TV und Zeitungen waren verboten – nur das Festnetztelefon durfte benutzt werden. Die Folgen erwiesen sich als gravierend. Roman Gerodimos, Journalismus-Dozent an der Bournemouth Universität, der die Studie mit betreute, beobachtete Symptome, wie sie sonst nur bei Drogenabhängigen vorkommen: „Die Studenten berichten von Entzugserscheinungen, Fressattacken, Nervosität und dem Gefühl, isoliert und abgehängt zu sein. Sie wissen nichts mit sich und ihrer Zeit anzufangen.“ Zudem wurde von vielen Studenten die mediale Nulldiät als „unglaublich schwer“, „langweilig“, „frustrierend“ oder „einsam“ beschrieben. Wissenschaftler bezeichnen dieses Phänomen unter anderem als Information-Deprivation-Disorder (Informationsmangel-Störung). Doch viele Probanden empfanden das Experiment auch als durchaus angenehm und machten positive Erfahrungen: „Keine Medien zu nutzen, hat mich zu einem besseren Menschen gemacht. Ich musste rausgehen, die Welt wahrnehmen und mich an Gesprächen wirklich beteiligen“, stellte einer der teilnehmenden Studenten fest.

Gewinnspiel
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Die Gewinne werden unter allen Teilnehmern verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 31. Januar 2011.