Smarter Work in der Praxis: „Vertrauensarbeitszeit“ bei Microsoft Deutschland

1
Foto: Microsoft Deutschland
Foto: Microsoft Deutschland

Online und Mobile-Collaboration machen den klassischen Büroarbeitsplatz heute immer entbehrlicher. Räumlich und zeitlich flexible Leistungsmodelle bieten dem klassischen Angestellten mitunter einen erheblichen Zuwachs an Freiheit und Motivation — Vorausgesetzt der Arbeitgeber spielt entsprechend mit und geht den Weg von der zeit- zur ergebnisorientierten Arbeit.

Einen interessanten Einblick in die Smarter Working-Bemühungen deutscher Großunternehmen hat gerade Angelika Gifford, Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland, gegeben. In einem Interview für die Computerwoche erklärt die als „Managerin des Jahres 2009“ (Mestemacher-Preis) ausgezeichnete Mutter eines Sohnes unter anderem, wie ihr das Microsoft-Modell der „Vertrauensarbeitzeit“ ermöglicht, Beruf und Familie zu verbinden.

Angelika Gifford, Senior Director Public Sector, Microsoft Deutschland (Foto: Microsoft Deutschland GmbH)
Angelika Gifford, Senior Director Public Sector, Microsoft Deutschland (Foto: Microsoft Deutschland GmbH)
Gifford: „Spätestens zu Frau Merkel – wie mein Sohn die Tagesschau um 20 Uhr nennt – bin ich abends zu Hause. Solche Fixpunkte sowie eine präzise Planung und Organisation des Tagesablaufs sind wichtig, damit Beruf, Karriere und Familie im Einklang stehen. Persönlich treffe ich gemeinsam mit meinem Mann viele Vorkehrungen, um Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. Dabei helfen mir auch der Grundsatz der Vertrauensarbeitszeit sowie moderne Kommunikationsmittel. Durch Unified-Communications-Lösungen und Technologien, die virtuelle Kooperation ermöglichen, stehen mir auch zu Hause Arbeitsstände auf Knopfdruck zur Verfügung. Mein „Büro“ – bestehend aus Notebook und Mobiltelefon – habe ich immer dabei.“

Generell sieht Gifford die Arbeitgeber in der Pflicht, „ergebnisorientiertes und selbständiges Arbeiten“ stärker zu etablieren, um gerade den weiblichen Führungskräftenachwuchs zu binden. Microsoft habe erkannt, dass „hochqualifizierte Mitarbeiterinnen ein großes Potenzial in der schnell wachsenden Hightech-Branche darstellen.“

Was genau aber verbirgt sich hinter dem Modell der Vertrauensarbeitszeit? Inger Paus, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Microsoft, gibt folgende Definition: „Mit jedem neuen Mitarbeiter werden individuelle Ziele vereinbart. Wie und wo diese Arbeitsziele erreicht werden, ist von nachrangiger Bedeutung. Ausgestattet mit modernen Microsoft-Technologien, sind die Mitarbeiter mobil und zeitlich unabhängig und können zum Beispiel an virtuellen Teammeetings über das Internet teilnehmen.“

Mit dieser Unternehmenskultur gehört Microsoft deutschlandweit klar zu den Vorreitern in Sachen Smarter Working. Als einer der weltweit größten Anbieter von Unified Communications-Lösungen für Unternehmen liegt die technische Hürde beim Software-Riesen aus Unterschleißheim aber auch entsprechend niedriger.