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Neue Studien: Vom Soll und Sein des flexiblen Arbeitens

10. Februar 2012 Henriette Serbser 1 Kommentar
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Plantronics; VoyagerPro HDDer Wandel der Arbeitswelt ist in vollem Gange: Flexible Arbeitsmodelle lösen den traditionellen 9-to-5 Bürojob zunehmend ab, die Arbeit im Home Office und von unterwegs gewinnt an Bedeutung und die Zahl der Technologien, die es ermöglichen von überall und jederzeit zu arbeiten, wächst rasant. Die neuen Entwicklungen in der Arbeitswelt bieten sowohl dem ganzen Unternehmen als auch einzelnen Mitarbeitern viele Chancen. Dennoch geben die veränderten Anforderungen gerade Arbeitgebern heute noch vermehrt Anlass zur Skepsis.

Eine weltweit durchgeführte Umfrage* von Citrix Systems ergab, dass insbesondere IT-Manager dem Wandel kritisch gegenüber stehen. Die Studie beschäftigt sich mit dem Einsatz mobiler Endgeräte angesichts der zunehmenden Bedeutung flexibler Arbeitsmodelle. 57 Prozent der von Citrix befragten IT-Verantwortlichen sorgten sich demnach vor allem um den Bereich Datensicherheit. Interessant: Ein Viertel der Unternehmen fördert laut Umfrage bereits den Einsatz privater Endgeräte am Arbeitsplatz. Im Gegensatz zur Skepsis der IT-Manager bleiben die Themen Sicherheit und Vertraulichkeit hier jedoch zum Großteil ungeachtet. Denn in 62 Prozent der Fälle verfügen die Befragten über keinerlei Regeln und Prozesse, um die Nutzung der Geräte zu kontrollieren.

Dass sich die Unternehmen in Zukunft immer stärker mit diesen Themen auseinandersetzen müssen, ist vielen von ihnen schon heute bewusst. So gaben 35 Prozent der Executives an, dass sie aktuell einem größeren Druck zur Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle ausgesetzt sind, als noch vor fünf Jahren. Mehr als ein Drittel der Befragten sieht sich sogar gezwungen, ihren Mitarbeitern mehr Freiheit bei der Wahl von Arbeitsplatz und -geräte geben zu müssen.

Den verstärkten Drang nach neuen Arbeitsmodellen außerhalb des Großraumbüros seitens der Arbeitnehmer bestätigt eine weitere weltweite Befragung**, die von Ipsos durchgeführt wurde. Demnach würden 62 Prozent aller Befragten gern im Home-Office arbeiten. Bisher nutzen lediglich 35 Prozent der Teilnehmer regelmäßig diese Art des Arbeitens; in Deutschland ist es nur etwa jeder Zehnte. Als Gründe für den Wunsch nach flexibleren Arbeitsmöglichkeiten nennen sie weniger Stress und Zeitaufwand um zum Arbeitsplatz zu gelangen (83%), mehr Vorteile für berufstätige Frauen mit Kindern (83%) sowie eine verbesserte Work-Live-Balance (78%). Im Gegensatz hierzu glaubt die Mehrheit der Befragten, dass die räumliche Trennung zu einer sozialen Isolation der Mitarbeiter im Home-Office führen (62%) und sich die Chance auf eine Beförderung verschlechtern könne (56%).
Dabei hat die Umsetzung flexibler Arbeitsmodelle bei weitem nicht nur Auswirkungen auf die Arbeitnehmer: Zwei Drittel der Befragten glauben, dass Mitarbeiter im Home-Office produktiver sind, als ihre Kollegen im Büro (65%). Laut der Citrix-Umfrage lässt sich diese Annahme immerhin teilweise bestätigen. So zeigte sich, dass Unternehmen, die ihren Angestellten die Nutzung privater Endgeräte gestatten, eine Produktivitätssteigerung von bis zu 36 Prozent erzielen konnten.

*Citrix Systems, 2011: Umfrage unter mehr als 1.100 Senior Executives und IT-Managern in Australien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den USA, durchgeführt von „YouGov“ und „Research Now“

** Ipsos 2011: Global@dvisor-Studie in 24 Ländern mit ca. 19.000 Teilnehmern zum Thema „Telearbeit“, im Auftrag von Thompson Reuters News Service

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