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Erster nationaler Home Office Day in der Schweiz

23. April 2010 Henriette Serbser Noch kein Kommentar

CC by Allie_Caulfield
“Wer hat’s erfunden?” Diese Frage stellte sich bisher nur bei einem Schweizer Kräuterbonbon, ein alter Hut. Jetzt aber kommen die Eidgenossen mit einer frischen “Erfindung”, die Schule machen könnte: Am 18. Mai findet der erste nationale Home Office Day in der Alpenrepublik statt. Worum es dabei geht, liegt auf der Hand. An diesem Tag sollen Schweizer Unternehmen ihren Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause ermöglichen, möglichst viele Mitarbeiter sollen dieses Angebot annehmen.

Staatliche Behörden wie das Bundesamt für Energie oder das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie sind an dem Projekt ebenso beteiligt wie Microsoft, Swisscom oder der WWF. Jedem, der sich schon mal mit dem Thema Home Office auseinander gesetzt hat, sind die Vorteile des “Arbeiten von zu Hause aus” bekannt: Durch den Wegfall der Fahrt zur Arbeit wird CO2 eingespart, außerdem ermöglicht das Home Office Arbeitnehmern eine flexible Zeitgestaltung, sie sparen Zeit und gewinnen so an Lebensqualität. Den Unternehmen entstehen weniger Kosten aufgrund zufriedener und dadurch produktiverer Mitarbeiter.

Besonders schön werden diese Vorteile prognostisch auf der offiziellen Homepage von des Home Office Day visualisiert. Ein Counter zählt, wie viele Firmen bzw. Mitarbeiter sich an dem Home Office Day beteiligen wollen. Daraus errechnet das Programm den vorraussichtlichen Zeitgewinn aller Teilnehmer, das eingesparte CO2 sowie die Erhöhung der allgemeinen Lebensqualität anhand eines “Lebensqualitätsbarometers”.

In der Hoffnung, dass der Home Office Day ein Erfolg wird und sich durch die Aktion die Einstellung von Arbeitgebern hinsichtlich der Arbeitsplatzpolitik nachhaltig ändert, sagt René Estermann, Geschäftsführer von myclimate: “Seit 1990 sind die CO2-Emmissionen, die durch den motorisierten Individualverkehr entstehen, stetig gestiegen. Die Ersparnisse, die 450 000 Schweizerinnen und Schweizer mit nur einem Home-Office-Tag pro Woche erzielen könnten, liegen schätzungsweise bei 67 000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das ist immens.”

Wie viele Eidgenossen sich tatsächlich an der Aktion beteiligen, wird sich zeigen. Ein erster Zwischenstand: Laut dem Counter geben bisher immerhin 6640 Personen an, am 18. Mai zu Hause zu bleiben. Und wir bleiben dran.

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