Wiki in der Tasche

Etwas ganz Pfiffiges bringt der taiwanesische Elektronikhersteller OpenMoko jetzt auf den Markt: Wikipedia zum Mitnehmen. Das funktioniert mit dem “Wikireader”, einem handtellergroßen Gerät, das eine Art E-Book-Reader ist. Der “Wikireader” enthält rund drei Millionen Artikel der englischsprachigen Wikipedia. Wer die neuesten Artikel lesen will, kann die Datenbank vierteljährlich kostenlos per Download updaten. Das Gerät selber funktioniert ohne Internetverbindung. Bedient wird es via Touchscreen und Tasten. Strom bekommt der Reader von drei AAA-Batterien, die laut Hersteller bei “normalem Gebrauch” rund ein Jahr lang halten sollen.
Was OpenMoko da entwickelt hat, scheint soweit ja ganz nett zu sein. Und mit einem Preis von 99 US-Dollar ist der “Wikireader” auch halbwegs erschwinglich. Allerdings zeigt das Gerät keine Bilder an. Zudem erinnert das monochrome Display doch stark an den GameBoy aus dem Jahr 1989 – 20 Jahre später wird das wohl niemanden mehr begeistern.
Das Wichtigste aber: Wozu benötigt die Menschheit einen klobigen “Wikireader”, wo es doch iPhones und PDAs en masse gibt? Damit kann ich via Internet neben englischen auch auf deutschsprachige Artikel zugreifen und brauche nicht drei Monate auf ein Update zu warten. Sicher sind letzere Geräte deutlich teurer, dafür haben sie aber auch einiges mehr zu bieten. Damit scheint unser “Wikireader” dann doch nicht so pfiffig…. Immerhin wurde das Gerät vom ehemaligen Apple-Designer Thomas Meyerhoffer entworfen. Ob sich das positiv auf den Verkauf auswirken wird, bleibt abzuwarten.








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